Dipl.-Ing. Johannes Schürken

Bauingenieur und Sachverständiger für Bergschäden
  • Körtlingsfeld 4 |
  • 46244 Bottrop-Kirchhellen
  • Tel.: 02045 960172 |
  • Fax.: 02045 960173
  • mail@jschuerken.de
bergschaden
Giebeldreieck mit Pressungsschäden - Punktueller Druck
von der Mittelpfette des versetzt stehenden Nachbarhauses
hat das Mauerwerk des Giebeldreiecks nach innen gedrückt.
29.08.2016

Viertes Gutachten zu Senkungen außerhalb des „Nullrandes“ liegt vor


Die Bezirksregierung Arnsberg veröffentlichte am 12.08.2016 das mittlerweile vierte Gutachten zur Problematik von Senkungserscheinungen außerhalb von prognostizierten Einwirkungsbereichen. Das Gutachterteam unter Leitung von Prof. Wolfgang Busch der TU Clausthal befasste sich in diesem Gutachten mit dem Senkungsbereich des Bergwerks West rund um Kamp-Lintfort.

Wie in den vorangegangenen Untersuchungen bestätigt sich auch hier, dass die Senkungsbereiche mit Senkungen bis zu 10 cm zum Teil deutlich über den vorausberechneten Einwirkungsbereich hinausgehen. Das Gutachterteam kommt allerdings auch zu dem Ergebnis, dass nicht in all diesen Gebieten der untertägige Steinkohlebergbau allein für diese Senkungen verantwortlich ist. Eine Abgrenzung zwischen Bergbau und anderen Ursachen aber oft schwierig bis unmöglich ist. Zudem geht das Gutachterteam davon aus, dass diese Senkungen sehr gleichmäßig sind und keine Bergschäden verursachen.

Die Bergschadensrelevanz der Bodensenkungen außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereichs wird sicherlich umstritten bleiben. So wie die Praxis inzwischen die frühere Behauptung widerlegt hat, nach der außerhalb des „Nullrandes“ keine Senkungen möglich sind, bleibt abzuwarten, ob diesmal die Wissenschaftler mit ihren Aussagen richtig liegen.

Das Gutachten der TU Clausthal kann auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg heruntergeladen werden (http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/container/filebase/export_bergwerk_west_gutachten/).

 

Dipl.-Ing. Johannes Schürken

 

zurück >>>>